Homofamilie und Kinder

dekadente Politik

(Ein nicht veröffentlichter Leserbrief an die Passauer Neue Presse vom 27.2.2013)

Untertitel: Die staatliche Anerkennung von homosexuellen Partnerschaften und ihre Gleichstellung mit der „Familie“ i. S. des Grundgesetzes ist dekadent.

Wenn ein Staat homosexuelle Partnerschaften als “Ehe” anerkennt, die eine “Familie” begründen können, und wenn einem homosexuellen “Ehepaar” auch noch ein Kinderadoptionsrecht zugestanden wird, dann hebt sich die Gesellschaft dieses Staates selbst aus den Angeln, sie sägt sich den Ast ab, auf dem sie sitzt und der ja gesunde Früchte tragen soll.

So eine Gesellschaft ist dekadent, weil sie in zunehmendem Maße den Sinn und die Orientierung für die Grundlagen des Lebens, für die Grundlagen ihrer eigenen Existenz und für die Grundlagen ihres eigenen Wohlergehens verliert, das seine ganze Kraft, sein ganzes körperliches und seelisches Gleichgewicht und eben gerade auch seine Zukunft aus einer gesunden und “normalen” Familie schöpft. Dafür liefern Biologie, Soziologie und Entwicklungspsychologie genügend Beispiele.

In diesem Sinne bin ich sehr beunruhigt und betrübt, daß in unserem Deutschland eine dekadente Politik gemacht wird.

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Kommentar von alphachamber

E-X-Z-E-L-L-E-N-T!

Meinung  von asm

Hier kann ich mir doch eine schnelle Antwort nicht verkneifen! Laut statistischem Bundesamt, Volkszählung 2011, hat Deutschland ca. 81 Mio EinwohnerInnen. Davon leben ca. 34 Mio Personen verheiratet, in einer heterosexuellen Ehe. 140000 Personen sagen von sich, dass sie in einer homosexuellen Partnerschaft leben, das sind 0,2% der Bevölkerung. Nehmen wir eine hohe Dunkelziffer an und schätzen die tatsächliche Zahl 10mal so hoch, wären wir bei 2% der Bevölkerung, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben. Wollen wir es den paar Leuten nicht gönnen, so zu leben, wie es ihrer Veranlagung entspricht? Wovor sollen wir denn da Angst haben – dass plötzlich ganz Deutschland schwul oder lesbisch wird?

In Deutschland gibt es 13 Mio Kinder (unter 18J.). Davon leben 7000 Kinder in Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern. Wieviel Prozent sind das?

Lassen wir doch die Kirche im Dorf!

Liebe Grüße aus S.! A.

Also!

Antwort alphachamber

Hallo! Sie vergessen, dass die “Kirche” nicht von den Heterosexulellen “aus dem Dorf getragen wird”, sondern von den politischen Stimmfaengern und ihrem Klientel. Gerade WEIL sie eine solche Minderheit sind, geht es hier nicht um einen groben Ungerechtigkeitsausgleich sondern billigen Populismus. Es geht sogar nicht einmal um die rechtliche und steuerliche Gleichstellung der Schwulen (was sich auch ohne grosse Offentlichkeit im Parlament durchsetzen liesse) den Sozial-Aktivisten geht es darum weitere kulturelle Institutionen begraben zu koennen. Fuer die Gleichmacher ein weiterer Schritt zur karamelfarbigen neutralgeschlechtlichen Einheitsmasse.

Antwort des Autors:

Ja, ich sehe die Veränderungen, die hier eine Kindheit mit gleichgeschlechtlichen Eltern sozusagen legalisieren, auch als Prozeß. Und zwar als Prozeß in einem weiten zivilisatorischen Rahmen, dessen Kennzeichen der Verlust von traditionellen Werten ist. Der unser Land, unsere Zivilisation verändert, die Normen verschiebt und uns anfällig macht, für Einflüsse jeglicher Couleur, die unsere kulturellen Prinzipien aushöhlen, unsere Identität verwischen…..

Dialog zwischen zwei Erstklasslern im Jahre 2025:

– Ist deine Mutter eine Frau oder ein Mann?

– Meine Mutter heißt Axel und ist sehr lieb!

– Mensch, da wär mir ja eine Kuh lieber……

Meinung von bip:

Mir fällt zu dem Ganzen nur das Wort “Toleranz” ein. Und der Spruch, dass man mindestens eine Meile in den Mokassins eines Menschen gelaufen sein sollte, bevor man über ihn urteilt.

Angesichts der Vielzahl von Kindern, die von ihren “gesunden” Hetero(!)-Eltern vernachlässigt, misshandelt, totgeschlagen werden oder verhungern, ist es mir UNERKLÄRLICH, wie man sich über eine funktionierende (= heile) Familie aufregen kann – noch dazu eine, in der ein Kind gleich von zwei Elternpaaren geliebt wird! Es gibt heutzutage so viele verschiedene Familienmodelle, davon ist dieses nur eines von vielen. – Übrigens: Das Kind wird schon wissen, zu wem es “Mama” sagen kann und zu wem “Papa”…

Und was die TRADITIONELLEN WERTE betrifft:

Das Wichtigste – noch vor Nahrung, Bildung etc. – ist, dass ein Kind sich geliebt fühlt und aufgehoben. Und das kann ein homosexuelles Paar genauso gut wie ein heterosexuelles Paar (was haben denn bitte sexuelle Vorlieben mit Kindererziehung zu tun?!), gemeinsam Erziehende (natürliche/Adoptiv-/Pflegeeltern) genauso gut wie allein erziehende Mütter/Väter!

Unsere Gesellschaft verändert sich, aber das gehört zum Leben. T. hat für mehr Toleranz in ihrem Land ihr Leben riskiert. Sorg dafür, dass unser Land tolerant bleibt! Den Spruch mit der Kuh, die dir lieber wäre als ein schwuler Vater finde ich peinlich, dumm und menschenverachtend. Eine gewisse braune Couleur brauchen wir hier nicht noch einmal!

Gruß aus AB

Antwort des Autors

Meine Argumentation ist nicht gesellschaftspolitisch oder soziologisch, auch nicht “zivilisatorisch” begründet, sondern biologisch-anthropologisch. Insofern laufen auch statistische Angaben oder deduktive Argumentationen ins Leere. “Traditionen” und “Werte” sind teil einer Identität, nämlich der Identität, zu der ich mich bekenne. Die Gleichstellung von Mann und Frau hat ihre Grenzen in der Biologie (bei der Zeugung) und auch bei der Kindererziehung. Es ist nicht begründet, den Toleranzbegriff auch so zu verstehen, daß ein Vater und eine Mutter in Bezug auf ihre Bedeutung und Rolle für das Heranwachsende identische Personen sind, und identische Rollen und Funktionen habe. Dies ist ja geradezu absurd. Ich lehne eben eine solche Gesellschaft ab, in der “aufgeklärte” “Intellektuelle” einem solch absurden Toleranzbegriff hinterherlaufen. Auch dann lehen ich eine solche Gesellschaft ab, wenn ich in der Minderheit wäre oder diese Meinung ganz alleine hätte. Ich habe meinem Artikel (“dekadente Politik”) deshalb nichts hinzuzufügen und werde ihn schon gar nicht ändern. Er ist mein Credo.

Jeder, der hier seine Meinung sagt, ist aber herzlich willkommen.

Und das Zitat von der Kuh ist doch Sarkasmus….

Honi soit qui mal y pense

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