wie wiederkäuende Kühe auf der Weide

Wenn man heute mit einigermaßen wachen Augen und Ohren unterwegs ist, kriegt man fortlaufend die Krise bei dem Palaver, das Politik, Parteien und Presse tagtäglich veranstalten. Die Szenen grenzen an ein surreales Theaterstück, eine Tragödie, in der die Hauptdarsteller völlig durchgeknallt sind und die Zuschauer das Spektakel für Realität halten.

Als Beispiel die Münchner Sicherheitskonferenz: Steinmeier redet von „Multilateralität“ und „Souveränität der Nationen“ und bezichtigt Trump, den gemeinsamen Weg des Westens verlassen zu haben. Maas mahnt das Weiße Haus an zur Fortsetzung seiner Verantwortung für die von den USA geschaffene Weltordnung. Was geht da ab? Die fremdbestimmten deutschen Marionetten tun so als hätten sie das Sagen? Das ist ja an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten! Sie spielen auf einmal die Militaristen, die „Verantwortung“ sagen und „Unterwerfung fremder Völker“ meinen und die „gemeinsame westliche Werte“ zur Begründung für die Auslandseinsätze der Bundeswehr und der NATO bemühen, um „unsere Freiheit“ am Hindukusch und all überall auf der Welt zu verteidigen. Und natürlich um weiter schön der Waffenindustrie das Wort zu reden. Den Aufsichtsratsposten und die Parteispenden immer schön im Auge behalten, Freunde! Im übrigen würde Arbeitslosigkeit in einer Schlüsselindustrie weitere Wählerstimmen kosten.

Es ist die Beliebigkeit der Wörter wie „Freiheit“, „Verantwortung“, „Werte“, die endlos wiedergekäut werden, wie von Kühen auf der Weide und genau das Gegenteil ihrer ursprünglichen Bedeutung bekommen. Deutschland ist fremdbestimmt von einer angelsächsichen Polit- und Finanzmafia, von der selbst Trump gelenkt wird. Das Publikum hört das alles mit Grausen und meint wohl, das es so sein muß. Wie auch immer.

Das Gras aber wird weiter wachsen und unsere wiederkäuenden Kühe landen früher oder später alle im Schlachthof der Geschichte. Die Wortfetzen aus ihrem Mund sind schon jetzt Schall und Rauch einer Zeit, die sich selbst belügt.

Schafft die politischen Parteien ab!

Wie sich derzeit die politischen Parteien in Deutschland aufführen, ist ein Stück aus dem Gruselkabinett. Sie sollten ja eigentlich ein wichtiges Strukturelement der Demokratie sein, den Wählerwillen repräsentieren und den Staat tragen. Was machen sie jedoch derzeit? Sie missachten den Wählerwillen, hebeln die Gesetze aus und werden sich so letztlich selbst zerstören.

Mit dem aktuellen Theater in Thüringen demaskieren sie sich auf brutale Weise. Sie führen sich auf als wären sie der Staat selbst, als gäbe es keine Wähler, kein Volk. Wir leben hier in einer Diktatur durch politische Parteien.

Es ist ja auch kein Wunder, denn alle Parteien haben von Haus aus einen totalitären Charakter, wie weiland schon die französische Philosophin Simone Weil gefordert hat: Schafft die politischen Parteien ab!

Jetzt ziagt‘s ganz sche o, ge!?

So ein mundartlicher Ausdruck bei uns im baierischen Voralpenland – vielleicht sagt man man ja in Tirol und der Steiermark auch so, wenn man meint, daß es ganz schön kalt wird – ich weiß es nicht, jedenfalls ist die Mundart ein Element das Identifikation und Heimat bewusst werden lässt. Die Wurzeln liegen in der Sprach‘. Sowas kannst du nicht auf Instagram posten, da würde dich keiner verstehen…

Deshalb bleibn mer liaba dahoam und redn mit die Leit…

Habe die Ehre!